Neapel

Ich selbst bin -Alleingänger- und bezeichne mich als Arbeiter der Kunst, welcher der produktiven Konstruktion zweier Elemente dient - der Wirklichkeit und der Ästhetik. Diese Aussage beinhaltet, dass mich die erlebte umgebende Welt in ihrer Vielfalt inspiriert und zur künstlerischen Arbeit vor dem -Motiv- anregt. Andererseits sind die eindringliche Stille in ihrer Poesie, die seelische und wahrhaftige Wirklichkeit aus Gefühlen, Stimmungen, Erinnerungen und Visionen meine Themen. Immer bedeutender werden die geistigen Beziehungen zum Leben, dialektische Wechselwirkungen, der verborgene doppelte Raum zwischen gestern und heute; Harmonie und Störungen im Naturgefüge, sowie Sinn und Tun jedes Einzelnen. Manchmal gelingt es mir, den kostbaren Augenblick des Vergangenen in die Gegenwärtigkeit des Bildes zu tragen. Ein gutes Kunstwerk verbirgt immer ein Geheimnis. Diese Arbeiten entstehen im Atelier über längere Zeiträume, da sie tiefes Nachdenken, zeitgemäße Zeitlosigkeit und einen -breiten Hintergrund- erfordern. Die Fähigkeit zur technischen und künstlerischen Umsetzung sind dabei eine der grundlegenden Voraussetzungen. Das heißt, ich bediene mich immer der den Vorhaben entsprechenden Bildträgern und Maltechniken. (Studien, Entwürfe, Zeichnungen, grafische Arbeiten, klassische Untermalungstechniken, Eitempera, Mischtechnik, Öl, Pastell, Kopien, verschiedenste statisch- und unterschiedlich grundierte Bildträger mobiler Art. Darüber hinaus vermag ich, Kunstinteressierte anzuleiten und planmäßig an die eigene selbstständige künstlerischen Arbeit heranzuführen.

Wolfgang Liebert 13.03.2006